Man sitzt auf einer Bank zwischen Karussells und Imbissständen, und plötzlich ist klar: Das ist nicht Disney. Nicht mal ansatzweise. Der Tivoli riecht nach Zuckerwatte und altem Holz, nach Pommes und dem feuchten Rasen unter den Füßen. Die Fahrgeschäfte sind klein, schief manchmal, wunderbar unglamourös.
Es ist die zweitälteste Vergnügungspark der Welt — nur Dyrehavsbakken ist älter — und man merkt es ihm an. Das ist nicht schlecht gemeint. Es bedeutet: echte Geschichte statt Themenwelt, echte Kopenhagener statt Touristen-Cluster, echte Unvollkommenheit statt perfekte Inszenierung.
Der Park sitzt mitten in der Stadt, neben dem Hauptbahnhof, eingeklemmt zwischen Strøget und Realität. Im Sommer voller Leben. Im Winter manchmal melancholisch schön, wenn die Lichter gegen die Dunkelheit ankämpfen. Nicht für jeden. Aber für diejenigen, die verstehen, dass alt nicht dasselbe ist wie schlecht.
Basierend auf dem Wikipedia-Artikel „Tivoli" (Wikipedia, Dänisch), lizenziert unter CC BY-SA 4.0.
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